Kontaktzone wider Willen? Elsass-Lothringen vom Spätmittelalter zur Neuzeit

Unter diesem Titel zeichnete Stefan Schubert im Rahmen der Mittwochsakademie der KVHS Freudenstadt die wechselhafte Vergangenheit zweier Regionen nach, die noch bis weit in die Neuzeit nicht zusammengehörten und ihre ganz eigenen Geschichten hervorbrachten.  Zunächst gab er dabei eine Einführung in das kleine 1x1 des Spätmittelalters, die verdeutlichte, dass die Zeitgenossen im 14. Jahrhundert in einer Welt lebten, die für uns heute völlig fremd ist. Vorstellungen von Rittern, Burgen, festen Grenzen und einer weit bis ins Mittelalter zurückreichenden Identität sind Mythen, die wenig mit der mittelalterlichen Realität gemein hatten. Danach ging es darum, die politischen Entwicklungen der verschiedenen Herzogtümer, Freien Städte, Markgrafschaften und Königreiche zu skizzieren, die sich in den historischen Räumen Lothringen und Elsass abgespielt hatten und von denen eine entscheidende der Hundertjährige Krieg gewesen ist. Vor dem Hintergrund aufsteigender und fallender Königshäuser, machtbewusster Herzöge wie etwa in Burgund und selbstbewusster Städte wie Metz, Straßburg oder Colmar entfaltete Stefan Schubert das spannende und abwechslungsreiche Panorama einer Grenzregion, die bis ins 19. Jahrhundert von verschiedenen Eigeninteressen und selbstbewussten lokalen Machthabern geprägt gewesen ist.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Mittwochsakademie der Kreisvolkshochschule Freudenstadt statt, welche sich im Rahmen von Bildungsvorträgen und einer Exkursion mit kulturgeschichtlichen Themen auseinandersetzt. Weitere Veranstaltungen finden im Frühjahr 2026 statt, die Veranstaltungen sind bereits ausgebucht. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der kvhs Freudenstadt.

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