Realschülerinnen und Realschüler auf den Spuren Adenauers in Luxemburg und Brüssel
Im Rahmen einer Bildungsreise nach Brüssel vom 21. bis 24. Juli 2026 erhielten 25 Schülerinnen und Schüler der Realschule Rheinmünster sowie deren Begleitpersonen die Gelegenheit, europäische Politik hautnah zu erleben. Die gemeinsam mit dem Politischen Bildungsforum Baden-Württemberg der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte Fahrt ermöglichte spannende Einblicke in den Maschinenraum der Europäischen Union. Dabei wurde auch die Rolle Konrad Adenauers im europäischen Einigungsprozess ins Visier genommen.
Die Reise begann mit einer gemeinsamen Busfahrt ab Rheinmünster. Bereits unterwegs stimmten sich die Teilnehmenden mit einem digitalen Europaquiz auf die kommenden Tage ein: Wer macht was in Brüssel? Wo finde ich die EU in meinem Alltag? Diese und weitere Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler nach der Einführung beantworten. Bei einem Zwischenstopp in Luxemburg näherten sie sich dem europäischen Wirken Konrad Adenauers an, der hier am 10. September 1952 das Luxemburger Abkommen unterzeichnete - dem ersten Schritt deutsch-israelischer Beziehungen nach der Schoah.
Der erste Tag in Brüssel stand ganz im Zeichen der beiden gesetzgebenden Institutionen Rat der EU und Europäisches Parlament. Im Consiliumsgebäude des Rates der EU sprachen die Teilnehmenden mit einem Vertreter des Generalsekretariats über die Rolle der Mitgliedstaaten in Brüssel und über die Rolle des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs. Nur der Rat ist an der konkreten Gesetzgebung mit Parlament und EU-Kommission beteiligt. Der Ausgang der Gruppe erfolgte dann über das neue Ratsgebäude, wo die Teilnehmenden „die Laterne“ und den roten Teppich sehen konnten, den viele aus dem Fernsehen kannten. Anschließend konnten die Teilnehmenden im Gespräch mit Tamara Steffen, parlamentarische Mitarbeiterin von Marie-Sophie Lanig, MdEP, sehr interaktive Einblicke in die Arbeit einer europäischen Abgeordneten erhalten. Der zweite Tag in Brüssel ergänzte das Kennenlernen des Zusammenspiels der Institutionen mit einem Besuch der Europäischen Kommission. Welche Rolle und Aufgaben übernimmt sie in der EU? Was sind die aktuell wichtigsten Themen? Alle Referentinnen und Referenten boten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Neben den inhaltlichen Fragen zur praktischen Arbeitsweise interessierte die Schülerinnen und Schüler auch, wie man nach Brüssel kommt, welche Studiengänge jeweils besucht worden waren, wie viele Sprachen man im Alltag benötige und wie das Leben in Brüssel sei, auch wenn man hier mit seiner Familie lebe.
Am Nachmittag des zweiten Brüsseler Tages lernten die Teilnehmenden die Stadt Brüssel in einer gemeinsamen Begehung kennen, bevor sie dann im Gespräch mit Claudia Waibel, Adenauerhaus in Rhöndorf, die Rolle Adenauers im europäischen Einigungsprozess erkundeten. Der letzte Tag der Reise schaute auf die Arbeit der Interessensvertretungen in Brüssel. So besuchten die Teilnehmenden die Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU und erfuhren mehr über die regionale Perspektive in Brüssel. Besonders beeindruckt waren sie von der echten Schwarzwaldstube, die den Blick auf Baden-Württemberg um einen kulturellen Aspekt erweitert. Anschließend lernten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit des Europabüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel kennen. Dort wurde deutlich, wie Adenauers Wirken bis heute durch die Stiftungsarbeit auch in Brüssel wirkt und auch Beiträge zu aktuellen Themen im Sinne Konrad Adenauers bearbeitet und vertieft werden. Die Reise wurde durch einen Besuch im neuen Schengen Museum abgerundet, bevor es mit zahlreichen Eindrücken und Erlebnissen wieder zurück nach Rheinmünster ging.
Wir danken den Schülerinnen und Schülern für ihr Interesse und ihre Teilnahme an der Fahrt sowie den begleitenden Lehrkräften für die unterstützende Betreuung der Gruppe! Ebenfalls möchten wir Rolf Schemel, Schulleiter der Realschule Rheinmünster, für die Zusammenarbeit danken. Und schließlich bedanken wir uns bei der Konrad-Adenauer-Stiftung für die Zusammenarbeit bei dieser gemeinsamen Studienfahrt.
Bilder: Europa Zentrum Baden-Württemberg

